Entführung 11-jähriges ezidisches Mädchen

Durch verschiedene arabischsprachige Internetseiten haben wir erfahren, dass ein 11-jähriges Mädchen am 09.01.2013 entführt wurde. Das Mädchen gehört der ezidischen Religion an und lebte bis zu ihrer Entführung in dem Dorf Schekhka, Bezirk Al- Kosch/Mousel im Irak bei ihrer Familie.

Wir haben mit einigen Personen zu dieser Angelegenheit im Irak telefoniert, die uns den kriminellen Tatbestand bestätigt haben. Nach unseren ersten Informationen von dortiger Seite erfuhren wir, dass es sich bei dem Entführer wahrscheinlich um den kurdischstämmigen Hassan Nasrelah Al-Goran handeln könnte. Das Mädchen ist bis heute vermisst und trotz vieler Aufrufe und Beiträge im Internet gibt es keine Reaktion von offizieller Stelle.

In einem kleinen Dorf wird von jedem Bürgermeister erwartet, die Angelegenheiten seiner Dorfbewohner zu regeln und den Versuch zu unternehmen, Harmonie, Frieden und Sicherheit in der Dorfgemeinschaft unter den verschiedenen Religionen und Ethnien zu regeln.

Von daher sind die verantwortlichen Stellen verpflichtet, sich auch um die Angelegenheiten der Eziden zu kümmern. Ihre Situation verschlechtert sich seit 2003 zunehmend. Besonders Menschenrechtsverletzungen haben seit 2003 in den nördlichen Regionen des Irak zugenommen.
Wir haben heute die „Gesellschaft für bedrohte Völker Göttingen“ über den Vorfall informiert und sie gebeten, sich um diese Angelegenheit zu kümmern.

Wir appellieren an die Weltgemeinschaft und Menschenrechtsorganisationen, sich für die Rechte der Minderheiten, besonders im Nord-Irak einzusetzen und hoffen auf eine Einflussnahme, damit schnellstmöglich rechtliche Schritte gegen den oder die Täter eingeleitet werden können.

 

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