Organspendebereitschaft von Migrantinnen und Migranten

Sozialministerin Aygül Özkan: „Religionen verstehen die Organspende als Akt der Nächstenliebe.“

Hannover. Niedersachsens Gesundheits- und Integrationsministerin Aygül Özkan wirbt in den verschiedenen Religionsgemeinschaften des Landes verstärkt für das Thema Organspende.

„Religionsübergreifend wird die Organspende als Akt der Nächstenliebe verstanden und befürwortet. Mir ist wichtig, dass sich Menschen im Einklang mit ihrer Religion mit dem Thema auseinandersetzen. Nur wer aufgeklärt ist, kann eine bewusste und aktive Entscheidung für sich treffen", sagte die Ministerin.

Um das Thema Organspende bei den Religionsverbänden zu verankern, hat sich die Ministerin mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) und dem Landesverband der Israelitischen Kulturgemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R., der Ezidischen Akademie e.V., dem DITIB Landesverband Niedersachsen und Bremen e.V. sowie dem Landesverband der Muslime in Niedersachsen e.V. ausgetauscht.

Am Ende dieser Pressemitteilung finden Sie einen Link, unter welchem Sie Broschüren zu diesem Thema ins Kurdische, Arabische und weitere Sprachen übersetzt haben.

„Organspende ist ein Thema, das uns alle unabhängig von Herkunft und Religion angeht. Jeder kann betroffen sein, jeder kann helfen und wenn alle mitmachen, können mehr Menschen weiterleben. Das ist Solidarität von Mensch zu Mensch", erklärte Nils Frühauf, Geschäftsführender Arzt der DSO-Region Nord.

„Wer auch nur einen Menschen rettet, rettet die ganze Welt", unterstrich Yilmaz Kilic, Vorsitzender des DITIB Landesverband der Islamischen Religionsgemeinschaften in Niedersachsen und Bremen e.V.

Dr. Abdul Nasser Al-Masri von der Schura betonte: „Der Landesverband der Muslime in Niedersachsen begrüßt jede menschliche Hilfe wie die Organspende. Die Entscheidung des Spenders ist eine reine persönliche Überzeugung. Die Schura berät die Gläubigen religiös und unterstützt sie, damit sie ihre Entscheidung alleine treffen können. Wichtig ist der Schura auch, dass die Spender und Empfänger über die Spätfolgen aufgeklärt werden."

„In allen den Religionen versuchen die Menschen, Gott durch ihre Handlungen ähnlich zu werden. Leben zu retten ist eine solche Handlung, und Organspende eine Möglichkeit dazu", sagte Omar Hatab von der Ezidischen Akademie e.V.

„Nach der Knesset-Entscheidung im März 2008 haben wir die religiöse Autorisierung für das Thema Organspende bekommen. Wir wollen dafür werben, dass Mitglieder unserer Religionsgemeinschaft mit dem Erwerben eines Organspendenausweises auf legalem Wege dazu beitragen, erkrankte Bedürftige mit gesunden Organen zu versorgen", betonte Margarita Suslovic vom Landesverband der israelitischen Kultusgemeinden von Niedersachsen.

„Mit Informationen in verschiedenen Sprachen wollen wir auch die Menschen erreichen, die nur wenig oder gar kein Deutsch sprechen", ergänzte Ministerin Özkan. Die Informationen zur Organspende werden daher auch in den Sprachen Englisch, Arabisch, Hebräisch, Kurdisch, Polnisch, Russisch und Türkisch angeboten.

Servicehinweis:

Die Organspendeflyer können im Internet heruntergeladen und bestellt werden:

www.ms.niedersachsen.de > Service > Publikationen

 

 

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